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Saisonkalender für Obst und Gemüse im März

Der Winter geht und mit ihm enden auch einige Freilandprodukte. Dafür kommt der Frühling und wir genießen bereits die ersten warmen Tage und genießen die neuen Köstlichkeiten aus dem regionalen Anbau.

Wir werden zwar auch im März noch nicht mit Obst und Gemüse aus dem Freilandanbau überflutet, doch wird die Auswahl langsam größer.
So beginnt bereits im März die relativ kurze Saison für den Bärlauch.
Wenn Du ganz viel Glück hast, kannst Du gegen Ende des Monats sogar schon den ersten Rhabarber auf dem Wochenmarkt finden.

Um hier mal ein wenig Klarheit zu schaffen, welche heimischen Sorten zu erwarten sind, möchte ich Dir mit diesem Saisonkalender zeigen, was derzeit schon auf den heimischen Feldern wächst oder aus dem Lager zu bekommen ist.


Mein Frühlingsbote im März: Der Bärlauch

Im Februar wars ein Superheld, im März eher ein Märchen oder Fabelwesen. Gut – ok, klingt etwas übertrieben. Ist es auch. Allerdings ist auch etwas Wahres dran, denn der Bärlauch war vor nicht allzu langer Zeit ein wenig in Vergessenheit geraten und befand sich sozusagen in einer Art (und so schließt sich der Kreis) Dornröschenschlaf.

Zum Glück hat es der Bärlauch wieder zurück in unsere Wahrnehmung geschafft, denn er ist ein wahres Kraftpaket für unsere Gesundheit, dazu überaus lecker, vielseitig und verschont uns bzw. unsere Umwelt vor der Knoblauchfahne seines Bruders. Ursprünglich wurde der Bärlauch auch wilder Knoblauch genannt und hat seine Heimat in Europa und Nordasien.

Seine Zeit beginnt etwa Mitte März und endet bereits wieder im Mai.
Bärlauchliebhaber haben es daher besonders eilig, den grünen Gesundmacher entweder selber zu ernten oder auf dem Wochenmarkt zu ergattern, sobald er verfügbar ist.

Geschmacklich ist der Bärlauch kräftig und prägnant und bringt einen leichten Knoblauchgeschmack mit sich. Darüberhinaus erinnert er etwas an Schnittlauch. Sobald er geblüht hat, verliert er fast vollständig seinen Geschmack und wird bitter.

Seine Fans haben die Qual der Wahl, so kann man aus Bärlauch z.B. fantastische Pestos oder Pastagerichte zaubern. Auch verschiedene (vegane)Käsesorten sind mit Bärlauch erhältlich.

Aber wie gesund ist der Bärlauch denn nun?

Bärlauch gehört zur Familie der Lauchgewäschse und bringt daher auch seine gesundheitsförderlichen Eigenschaften, wie sie etwa die Zwiebeln, Knoblauch oder Lauch haben, mit. Dabei hat er den Vorteil, für Menschen mit empfindlichen Mägen, leichter verdaulich zu sein.

Die in Bärlauch vorhandenen Mengen an Schwefelstoffen und ätherischen Ölen, wirken sich besonders günstig auf Magen-Darm-Trakt aus.
Beim Hacken von Bärlauch wird Allicin freigesetzt, wodurch sich die Gefäße erweitern können und Blutdruck gesenkt werden kann. Zudem wirkt Bärlauch blutreinigend und stärkt die Abwehrkräfte durch den recht hohen Gehalt an Vitamin C.

Wer unter Migräne oder Durchblutungsstörungen leidet, sollte sich einmal mehr mit Bärlauch beschäftigen, da Bärlauch einen 20 mal höheren Adensoingehalt als Knoblauch hat. Adenosin wirkt gefäßerweiternd und gilt darum als besonders hilfreich bei Migräne und Durchblutungsstörungen.

Noch mal in der Zusammenfassung:

  • Bärlauch ist der Fitmacher; denn 100g enthalten 300mg Vitamin C
  • In Bärlauch stecken viele Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und vor allem Schwefelverbindungen.
  • Die schwefelartigen ätherischen Öle entlasten den Stoffwechsel und fördern die Entgiftung der Leber.
  • Bärlauch zählt zu den Naturheilmitteln bei Magen- und Darmbeschwerden wie Blähungen und krampfartigen Schmerzen.
  • Da Bärlauch entzündungshemmend und abschwellend wirkt, ist er für Menschen, denen die Gelenke schmerzen, an Gicht oder Rheuma leiden besonders nützlich.
  • Wenn Bärlauch Zerhackt wird entsteht Allicin. Allicin wirkt nachweislich gegen Gefäßablagerungen und schützt damit vor Herz- und Kreislauferkrankungen.


In der folgenden Tabelle bekommst Du einen Überblick, welche regionalen Obst, Gemüse und Kräutersorten im März erhältlich sind.

Äpfel
Bärlauch
Basilikum
Birne
Champignons
Chicoreé
Chinakohl
Feldsalat
Karotten
Kartoffeln
Koriander
Kürbis
Lauch
Lorbeer
Pastinaken
Petersilie
Rettich
Rhabarber
Rosenkohl
Rote Bete
Rotkohl
Rucola
Schnittlauch
Sellerie
Spinat
Weißkohl
Wirsing
Zwiebeln
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