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Milchalternativen

Wer seinen “Milch” Kaffee so heiß und innig liebt wie ich, der ist wahrscheinlich froh, wenn er SEINE perfekte Alternative zur Kuhmilch gefunden hat.

Gar nicht so einfach.

Es gibt mittlerweile eine Fülle an leckeren und veganen Milchalternativen auf Basis von Soja, Reis, Nüssen und Mandeln, Getreide, Lupinen oder Kokos.

Doch welcher Pflanzendrink ist der Beste?

Eine konkrete Empfehlung kann man hier kaum geben, da Geschmäcker nun mal verschieden sind.

Zu Beginn heißt es deswegen: probieren, probieren, probieren.

Dabei weisen die Pflanzendrinks nicht nur Unterschiede zwischen den einzelnen Sorten auf, sondern auch zwischen den Herstellern.

Auch die Zutatenliste und die Nährwerte unterscheiden sich zwischen den pflanzlichen Milchalternativen.

Bei Pflanzendrinks aus dem Handel sind naturbelassene Produkte empfehlenswert, je kürzer die Zutatenliste, desto besser. Vor allem auf den zugesetzten Zucker sollte geachtet werden.

Und es lohnt sich, auf mit Kalzium angereicherte Varianten zurückzugreifen. Diese Produkte enthalten in der Regel genauso viel Kalzium wie Kuhmilch und sind oftmals sogar reicher an Eisen als das tierische Produkt. Außerdem ist der Fettanteil in den pflanzlichen Alternativen geringer als in Vollmilch und die Fettqualität unterscheidet sich dazu deutlich.

Pflanzenmilch enthält viel mehr ungesättigte Fettsäuren, mit Ausnahme der Kokosmilch.

Kalzium, der zugesetzte Mineralstoff stammt übrigens oftmals aus der besonders kalziumreichen Rotalge Lithothamnium Calcareum. Je nach Charge kann die Lithothamnium auch einen mehr oder weniger guten Beitrag zur Jodversorgung leisten.

Außerdem sind manche handelsüblichen Produkte noch mit Vitamin B12, Vitamin D, Vitamin B2 und a-Linolensäure angereichert, alle zählen zu den potenziell kritischen Nährstoffen bei veganer Ernährung.

Bei Pflanzenmilch empfiehlt es sich, die Sorten vor dem Gebrauch gut zu schütteln, damit sich die Inhaltsstoffe gleichmäßig im Getränk verteilen.

Hier sind einmal die gängigsten Pflanzendrinks in der Übersicht:

  1. Sojamilch, ist gut aufschäumbar aufgrund des hohen Eiweißgehalts.
    Sojamilch weist gute Backeigenschaften auf. Sie ähnelt in ihren Hauptnährstoffen der tierischen Milch am stärksten.
  1. Mandelmilch, schmeckt leicht süßlich und hat in einigen Fällen einen Marzipangeschmack. Sie eignet sich gut für Müsli und Smoothies. Das in Mandelmilch enthaltene Fett besteht zu einem großen Teil aus einfach- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
  2. Hafermilch, meine allerliebste Kaffeemilch. Sie schmeckt leicht süßlich, was durch den Abbau der Stärke während der Fermentation kommt. So kommen Haferdrinks meist auch ohne Zuckerzusatz aus. Ebenfalls reich an ungesättigten Fettsäuren und cholesterinfrei (wie auch andere Pflanzendrinks). Hafermilch ist ebenfalls sehr lecker im Müsli und im warmen Porridge.
  3. Reisdrink, sie sind oft wesentlich neutraler im Geschmack. Reismilch hat wie Getreidedrinks durch die Fermentation meist einen süßlichen Geschmack, allerdings ist sie proteinärmer als andere Pflanzendrinks. Dafür ist sie aber am allergenärmsten und glutenfrei. Für alle, die an einer Soja-, oder Nussallergie leiden, ebenfalls eine gute Wahl.

Weiterhin gibt es Milchalternativen auf Basis von Nüssen (Haselnüsse, Cashewnüsse, Macadamia), Kokosdrinks, Hanfdrinks, Lupinendrinks und Erbsendrinks.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim durchprobieren und hoffe, ihr findet EURE Milchalternative?

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Niko Rittenau (Vegan- Klischee ade!)

Bildquelle: pixabay.com